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Teilprojekt Köln: Interdependenzen sozialer Kategorisierungen
Ethnizität ist eine der alltäglichen Kategorisierungen, durch die (nicht nur) in Lateinamerika Zugehörigkeit organisiert wird. Allerdings ist dies keineswegs die einzige Ein- bzw. Ausschlusstechnik, die im Alltag wirkt, und sie ist nicht isoliert beschreibbar, denn Differenzierungen etwa nach Klasse, Geschlecht, Religion, Alter, regionaler Herkunft oder Ethnien- oder Rassenkonstruktionen lassen sich in der sozialen Realität nicht streng voneinander trennen. Diese komplexe Verschränkung sozialer Kategorisierungen bezeichnen wir als Interdependenz: in keinem Fall liegt eine einfache kausale Abhängigkeit der einen von der anderen Kategorie vor, vielmehr sind sie Prozesse, die sich wechselseitig beeinflussen, miteinander „artikulieren“.
Das Kölner Teilprojekt fragt nach den Interdependenzen dieser sozialen Kategorisierungen und geht deren alltäglichen Folgen nach. Geprüft werden soll außerdem, ob und wie die Konzepte Citizenship und Belonging diese vielschichtigen Ein- und Ausschlüsse analysierbar machen können.
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